Oberschwäbischer Kalender

Den Oberschwäbischen Kalender gibt es seit 1987. Aus kleinen Anfängen ist dieser Kalender eine „Institution“ geworden. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, ist für manche ein Sammelobjekt und wird als Gruß aus der Heimat in alle Welt verschickt. Eine solche Entwicklung hat dem ursprünglichen Schulprojekt der Gewerblichen Schulen in Ravensburg und Bad Saulgau wohl niemand zugetraut. Für den Oberschwäbischen Kalender sind drei Merkmale charakteristisch:

 

Schwarz-Weiß

Schwarz-Weiß sind nicht nur die Bilder, Schwarz-Weiß ist auch ein inhaltliches Prinzip. Schwarz-Weiß, das ergibt Kontraste, da zeigen sich die Gegensätze, da kann Helles und Dunkles aufgezeigt werden. Je nach Standpunkt und Beleuchtung stellt sich eine Sache so oder auch anders dar, wia mas halt grad agugged ond wia d Leit halt so send. S geit jo sottige ond settige.

 

Schwäbisch

Auch wenn manche Schwaben schau nemme schwäbisch schwätzed, vor lauter Angst, man könnte sie als hinterwäldlerisch ansehen, mir bleibet beim Schwäbisch.

Es schadet ja nichts, wenn man außer dem Englischen und der deutschen Schriftsprache auch die Musikalität, Originalität und Bildkraft der schwäbischen Mundart kennt oder sogar beherrscht. Mehrsprachigkeit zeugt von Intelligenz.

 

Sozial

Einen Oberschwäbischen Kalender zu machen heißt noch lange nicht, Oberschwaben als den Nabel der Welt anzusehen und den Blick für das Ganze zu verlieren. „Global denken, regional handeln“, so könnte man das soziale Engagement beschreiben oder schwäbisch bescheiden „Ander Leit send au Leit“.

Weil alle im Kalenderteam ehrenamtlich arbeiten, entsteht ein Überschuss, der in Entwicklungsprojekte investiert wird, die den Benachteiligten und Ausgebeuteten ermöglichen sollen, sich selbst zu helfen.

 

Letzte Änderung:   17.10.2016